Einweihung: Hochrangige Gäste würdigen DFG
Ein starkes Zeichen für Europa: Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung wurde das Deutsch-Französische Gymnasium am vergangenen Samstag offiziell am neuen Standort in Altona eingeweiht.
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Bildungssenatorin Ksenija Bekeris, der französische Botschafter François Marie Delattre, der Generaldirektor AEFE Alexandre Morois und weitere hochrangige RepräsentantInnen französischer Institutionen wie Generalkonsulin Lorène Lemor vom Institut Français waren gekommen, um diesen besonderen Moment gemeinsam mit der Schulgemeinschaft zu feiern.
In ihren Beiträgen würdigten sie das DFG als ambitioniertes Bildungsprojekt und zugleich als wichtiges Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft und den europäischen Zusammenhalt.
So erinnerten die 63 Rosen der Schulleitung des DFG, Torge Lorenzen und Florence Burger, an den Élysée-Vertrag, der 1963 den Grundstein für die institutionalisierte deutsch-französische Zusammenarbeit legte und die Jugend in besonderer Weise in den Mittelpunkt stellte. Damit war das Fundament der deutsch-französischen Schulen gelegt.
Auch die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen in Hamburg wurde bei der Eröffnung lebendig. So wurde daran erinnert, dass bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1959 und 1960, Michel Foucault das Institut Français in Hamburg leitete. Jüngst hat sich der Begriff „Esprit de Hambourg“ etabliert – der besondere Geist der deutsch-französischen Zusammenarbeit, der seit der gemeinsamen Kabinettsklausur deutscher und französischer Minister in Hamburg 2023 auch über die Stadt hinaus Beachtung findet.
Deutlich wurde immer wieder: Die enge Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich ist heute wichtiger denn je. Europa lebt nicht allein von politischen Abkommen, sondern vor allem von Menschen, die einander verstehen, miteinander arbeiten und gemeinsame Perspektiven entwickeln. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen brauche es Orte, an denen junge Menschen Europa im gemeinsamen Lernen und Miteinander unmittelbar erfahren. Diese besondere Rolle kommt dem DFG zu: Als deutsch-französische Schule verbindet es Mehrsprachigkeit, kulturellen Austausch und Bildung über nationale Grenzen hinweg und schafft damit einen lebendigen Raum für den europäischen Gedanken.
Damit ist das DFG weit mehr als eine Schule mit einem besonderen Sprachenprofil. Es ist ein Ort, an dem europäische Zusammenarbeit im Alltag stattfindet – im Unterricht, im Austausch und im gemeinsamen Lernen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben dabei nicht nur Sprachkenntnisse, sondern entwickeln auch die Offenheit und Perspektive, die es braucht, um Europa aktiv mitzugestalten.
Durch den Festakt führte Dr. Jochen Schnack, Leiter des Referates Europa und Internationales der Schulbehörde. Lina Beckmann, die das Gründungsteam des DFG bereits seit 2017 mit ihren Übersetzungen begleitet, unterstütze auch dieses Mal als Simultandolmetscherin.
Musikalisch würdig umrahmt wurde die Feier mit Klavier und Gesang durch das talentierte Duo Henry & Lisa, deren gefühlvolle Interpretation der Hymne à l´amour nach Edith Piaf die Veranstaltung inspirierend schloss. Unser Chor der 6. Klassen begeisterte mit ihrer deutsch-französischen Interpretation des Lieds „All for One“.
Im Anschluss an die festlichen Reden führten unsere SchülerInnen durch ihre neue Schule. Die Gäste erfreuten sich an der Wissbegierde und Neugier der SchülerInnen, die ihnen aktuelle Unterrichtsprojekte vorstellten. Gelöste Stimmung herrschte auch beim genüsslichen Ausklang mit Essen und Getränken in der Kantine.
Die Eröffnung machte eindrucksvoll deutlich: Das DFG ist weit mehr als eine neue Schule. Es ist ein Ort, an dem deutsch-französische Freundschaft gelebt, europäische Perspektiven vermittelt und junge Menschen auf eine gemeinsame Zukunft vorbereitet werden.
Unser Dank gilt allen, die an Organisation, Umsetzung und Rahmenprogramm beteiligt waren!











































