2nde: Fahrt zum Prix Goncourt nach Paris
Unsere SchülerInnnen der Seconde berichten von ihrer Paris-Reise zum Literaturpreis Prix Goncourt des Lycéens 2026 im Rahmen des Französischunterrichts:
Unsere Reise mit dem Nachtzug
Am Freitag, dem 2. Oktober, stiegen wir um 21:30 Uhr mit einer Verspätung von fünfzehn Minuten in Hamburg-Harburg in den Nachtzug. Voller Aufregung sangen wir bis ein Uhr morgens. Unser Lehrer blieb im Gang, um uns zu beaufsichtigen und zu warten, bis wir eingeschlafen waren. Am nächsten Tag kamen wir um 10:30 Uhr am Gare du Nord an – müde, aber voller Vorfreude darauf, Paris zu entdecken.
Ein abwechslungsreiches kulturelles Programm
Während unserer Reise hatten wir die Gelegenheit, mehrere berühmte Sehenswürdigkeiten zu besuchen und viele neue Eindrücke zu sammeln.
Am Samstag begannen wir den Tag mit einem etwa zweistündigen Besuch des Louvre. Dort konnten wir zahlreiche Kunstwerke entdecken und uns frei durch das Museum bewegen. Anschließend legten wir auf der Île de la Cité eine Pause ein, um uns etwas auszuruhen. Zum Abschluss des Tages gingen wir ins Théâtre de la Ville, wo wir eine zeitgenössische Tanzaufführung sahen, die von dem Theaterstück Antigone inspiriert war. Die Vorstellung war beeindruckend und sehr lustig, und wir hatten viel Spaß.
Am Sonntag besuchten wir zunächst den Jardin des Plantes, wo wir Rote Pandas und Kängurus beobachten konnten. Anschließend hatten wir Freizeit im 5. Arrondissement, um durch das Viertel zu schlendern und es zu erkunden. Außerdem besichtigten wir das Musée Rodin, in dem wir mehrere beeindruckende Skulpturen bewundern konnten.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Invalidendom, wo sich das Grab Napoleons befindet. Dort konnten wir diesen geschichtsträchtigen Ort entdecken und mehr über die französische Geschichte erfahren. Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Eiffelturm und legten direkt neben dem Wahrzeichen auf dem Champ-de-Mars eine Pause ein. Schließlich gingen wir gemeinsam in ein Restaurant und verbrachten dort eine sehr schöne Zeit.
Einzigartige Begegnungen mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern
Direkt auf der Bühne vor einem Publikum aus Schülerinnen und Schülern aus ganz Frankreich echten Autorinnen und Autoren Fragen stellen zu können – genau das durften wir am Montag, dem 5. Oktober, in Paris erleben. Dort fand die Begegnung mit den Autorinnen und Autoren statt, deren Bücher für den Prix Goncourt des lycéens 2026 nominiert waren. Der Prix Goncourt des lycéens ist ein Literaturpreis, dessen Jury ausschließlich aus Schülerinnen und Schülern besteht. Er wird von der FNAC und dem französischen Bildungsministerium unter der Schirmherrschaft der Académie Goncourt organisiert.
Nun war der große Tag endlich gekommen! Wir waren alle sehr aufgeregt und freuten uns darauf, die Autorinnen und Autoren der Bücher kennenzulernen, die wir zuvor im Rahmen des Prix Goncourt des lycéens gelesen hatten. Schließlich war dieser Literaturpreis auch der ursprüngliche Anlass unserer Reise. Es waren sehr viele Menschen vor Ort, darunter Schülerinnen und Schüler aus ganz Frankreich. Einige, die leider nicht persönlich anreisen konnten, verfolgten die Veranstaltung dennoch online – unter anderem aus Neu-Delhi und Madagaskar.
Die Atmosphäre war ausgesprochen lebendig und interaktiv. Die Journalistinnen und Journalisten ermöglichten es uns Schülerinnen und Schülern, den Autorinnen und Autoren direkt auf der Bühne Fragen zu stellen. Das hat uns besonders gut gefallen. Drei Schülerinnen und Schüler, Emma, Melchior und Gibran, hatten sogar die Gelegenheit, auf der Bühne eine Passage aus einem der nominierten Bücher vorzulesen.
Die Autorinnen und Autoren waren alle ausgesprochen sympathisch, und wir haben uns sehr gefreut, sie persönlich kennenzulernen. Außerdem konnten wir unsere Bücher signieren lassen. Eine schöne Erinnerung, die wir unbedingt bewahren werden! Diese einzigartige Erfahrung war äußerst interessant, auch wenn sie für unsere Beine, die vom vielen Laufen ohnehin schon ziemlich müde waren, eine kleine Herausforderung darstellte!
Ein unvergessliches Erlebnis
Am Dienstag, dem 6. Oktober, traten wir um 11 Uhr vom Gare de l’Est aus unsere Rückreise aus Paris an. Obwohl wir müde waren, waren wir vor allem traurig, wieder nach Hause fahren zu müssen. Unser Aufenthalt in Paris war so außergewöhnlich gewesen, dass wir gerne noch länger geblieben wären. Nach mehreren Stunden Fahrt kamen wir schließlich um 19:30 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof an. Wir freuten uns zwar darauf, unsere Familien wiederzusehen, waren aber auch traurig, dass dieses schöne Abenteuer nun zu Ende ging.
Diese Reise ermöglichte es uns nicht nur, Paris zu erkunden, sondern auch, eine ganz besondere Erfahrung zu machen: die Autorinnen und Autoren der Bücher persönlich kennenzulernen, die wir zuvor gelesen hatten. Die Begegnungen haben in uns die Neugier geweckt, mehr über Literatur zu erfahren, noch mehr zu lesen und weitere literarische Werke zu entdecken.



